Bundesinitiative

Unser Verein Aufarbeitung Kinderverschickungen Baden-Württemberg e.V. ist Teil der Bundesinitiative Verschickungskinder, die durch Anja Röhl 2019 gegründet wurde.

Die Bundeskoordination der Initiative ist auch der Vorstand des Vereins Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickungen – AEKV e.V. aus Berlin Der gemeinnützige Verein wurde am 02.11.2019 gegründet und am 02.07.2020 beim Amtsgericht Charlottenburg unter VR 38271 B eingetragen.

Auf der Homepage der Bundesinitiative findet ihr viele Informationen zur weiteren Vernetzung und zu anderen Landeskoordinationen. Wenn ihr in ein Kinderkurheim in ein anderes Bundesland verschickt wurdet könnt ihr euch dort weiter vernetzen und Menschen finden, die im gleichen Heim waren.

Wichtige Infos für neue BesucherInnen (verschickungsheime.de)

Bundeskoordinatorinnen

Anja Röhl

  • Warum engagiere ich mich ehrenamtlich im Thema Kinderverschickungen?
    Mich treibt ein starkes Gefühl das erlittene Unrecht und die Betroffenen untereinander bekannt zu machen und den Ursachen dieser Medizin-Industrie nachzugehen. Individuelle Aufarbeitung in wertschätzenden und einfühlsamen Gesprächen und gesellschaftliche Aufarbeitung dieses 50 Jahre vergessenen, bisher völlig unbekannten Phänomens halte ich für wichtig. Ich helfe durch Erstgespräche, Ratschläge, Recherche, durch öffentliche Interviews, Publikationen und Bücher, weil ich darin viel berufliche Erfahrung habe, mit dem Ziel, dass der Öffentliche Diskurs über dieses Thema in gang kommt und wir endlich die Politik und die Wohlfahrtsverbände und Rentenversicherung in die Pflicht nehmen können und alle Betroffenen das Erlebnis der Solidarität erfahren können. 

    Meine Mut Botschaft an andere Betroffe
    Erinnert Euch, hört euch zu, erzählt euch eure traurigen, schmerzhaften und empörenden Erinnerungen, schließt euch zusammen, erkennt, dass ihr nicht allein wart, seid hilfsbereit, einfühlsam und solidarisch untereinander, und wenn ihr Kraft dazu habt, helft mit, die Hintergründe dieses Skandals herauszufinden!

Christiane Dienel

  • "Ich wünsche mir, dass ehemalige Verschickungskinder selbst anfangen, das Erlebte zu erforschen und aufzuarbeiten - und sich damit dieses Stück Lebensgeschichte zurückzuholen."

    "Das, was wir erlebt haben, muss öffentlich werden - damit Kindern so etwas in unserer Gesellschaft nicht mehr zustößt."

Valerie Lenck

  • Ich will dass das Unrecht, was uns Verschickungskindern auf vielfältige Weise angetan wurde, in den öffentlichen Fokus und in den gesellschaftlichen Diskurs genommen wird. Ich will nicht nur die Anerkennung unseres Leids, sondern auch, dass wir alle in dieser Gesellschaft begreifen, wie solche institutionelle Gewalt funktioniert und wo wir  für heutige Kinder und andere vulnerable Gruppen (z.B. in Pflegeheimen) Schutzmaßnahmen implementieren müssen. Dieser Wille treibt mich an, mich in der Initiative mitmeinem Fähigkeiten einzubringen. 

    Während unserer Verschickungen gab es keine Solidarität untereinander. Wir wurden systematisch davon abgehalten, als Teil des Konzepts das uns Kinder gefügig machen sollte. Heute erleben wir eine wunderbare Solidarität untereinander. Ich empfinde das als sehr heilsam und beglückend. Wir sind nicht mehr allein!